Dezentrale Kunst präsentiert die von Hans Pühretmayer und Andreas Görg konzipierte und organisierte Vortragsreihe »Antirassismus ist Konfrontation«.


Mittwoch, 12. Jänner, 19.00 h:

Präsentation des Films »Blue Eyed« (Bertram Verhaag, 1996, 60 min). Dieser Film über einen Antirassismusworkshop in einer US-Firma zeigt, wie die Blauäugigen einen Tag lang von den Braunäugigen analog zu rassistischer Diskriminierung schlecht behandelt werden. Der dadurch erzeugte psychische Stress wendet sich insbesondere gegen das scheinbar ohnmächtige Mitschwimmen der »weißen« Mehrheitsbevölkerung in den rassistischen Gesellschaftsstrukturen. Ein keinesfalls unproblematischer Zugang zur antirassistischen Arbeit.

Moderation der anschließenden Diskussion: Grace M. Latigo


Mittwoch, 19. Jänner, 19.00 h:

Präsentation der Zeitung »Antirassistische Öffentlichkeitsarbeit aus feministischer Perspektive« durch die Herausgeberinnen Marth und Jo Schmeiser: In der antirassistischen Praxis wird Öffentlichkeitsarbeit zu wenig hinterfragt. So gelten etwa Opfer- oder Einzelfalldarstellungen nach wie vor als »unverfängliche« Dokumente realer Situationen. Die strukturelle Politik und Bedeutungsproduktion dieser Darstellungen - Individualisierung, Voyeurismus und letztlich Rassismus - geraten dabei völlig aus dem Blick.

Cristina Boidi und Evelyn Probst (LEFÖ) thematisieren Frauenhandel: eine Form weiblicher Migration, die zumeist mit Prostitution verwechselt wird. Wie kann sich ein Diskurs entwickeln,der nicht moralisch Prostitution und somit die Betroffenen verurteilt? Wie kann effektives Handeln gegen Frauenhandel aussehen?


Mittwoch, 26. Jänner, 19.00 h:

Ljubomir Bratic skizziert die Geschichte und Entwicklung der verschiedenen MigrantInnengruppen in Österreich, wobei er v.a. auf die Selbstorganisation der jugoslawischen und türkischen communities eingehen wird.

Araba Evelyn Johnston Arthur referiert zum Thema »community campaigning« in Österreich im allgemeinen und speziell im Zusammenhang des Political Campagning der Schwarzen Community in Wien gegen »statemalpractice« bzw. institutionalisierten Rassismus mitsamt deren vielschichtigen Folgewirkungen und Hintergründen. Dabei sollen folgende Fragen erörtert werden: Was bedeutet Anti-Rassismus im Kontext des Community Campagning, d.h. der politischen Selbstorganisation von Menschen die unmittelbar rassistischer Diskriminierung ausgesetzt sind? Welchen Stellenwert hat Political Campagning als Grundlage für Behauptungsprozess und selfempowerment? Welche institutionalisierten Diskriminierungsmuster ziehen rassistische Realitäten in diesem Zusammenhang mit sich?

Antirasissmus ist Konfrontation!

 





 

 

 
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