Niko Sturm und Oliver Marceta nehmen in ihren aktuellen Bildern das Thema »Illegalität« zum Anlas, sich in abstrakter Malerei (Sturm) und in figurativen, comic-ähnlichen Darstellungen (Marceta) mit gesellschaftlichen Grenzziehungen auseinanderzusetzen.

Die Kampagne »kein mensch ist illegal« verfolgt in ihrer Öffentlichkeitsarbeit das Ziel, auf die Situation illegalisierter Personen in Österreich aufmerksam zu machen und leistet hier wichtige Aufklärungsarbeit gegen verkürzte und polemische Darstellungen, wie sie besonders aus dem Wahlkampf zur Nationalratswahl in Erinnerung sind. Illegalisiert leben bedeutet, sich nicht frei in der Öffentlichkeit bewegen zu können und jederzeit, ohne ein strafbares Delikt, mit Haft und Abschiebung rechnen zu müssen. Wer illegalisiert leben muss, darf nicht arbeiten und ist nicht krankenversichert.

In Zusammenarbeit mit der Kampagne kein mensch ist illegal sollen mit dieser Ausstellung zusätzlich zum Galeriepublikum Ärzte und Ärztinnen über die Kunst angesprochen werden. Am Verkauf von Bildern ist die Kampagne prozentuell beteiligt. Zur Ausstellung erscheint ein »Versandkatalog«.

Dieses Projekt entwickelt in der AAI-Galerie ein Modell, das verschiedene Möglichkeiten zur Solidarisierung und zur Unterstützung von illegalisiert lebenden Menschen anbietet.

9. bis 30. November 1999

Illegalisiert leben heißt, nicht krank werden zu dürfen.Gesetze illegalisieren Menschen!

 




 
    [TOP]