»Art:Austria:Immigration« beschreibt ein Verhältnis.

Im Rahmen von Dezentrale Kunst wird der Schwerpunkt des Galerieprogramms von »Herkunft« und »kultureller Eigenheit« auf Migration als Tatsache verschoben.

In der ersten Gruppenausstellung präsentieren wir Arbeiten von in Österreich lebenden KünstlerInnen. Die Galerie des afro-asiatischen Institutes ist traditionellerweise eine Anlaufstelle für KünstlerInnen, die den Raum und die Öffentlichkeit der Galerie für sich beanspruchen. Während der letzten Monate gab es regelmäßige Treffen, bei denen Fragen nach dem Stellenwert von »Herkunft« für das Ausstellen in der AAI-Galerie und die Problematik einer Ghettoisierung von »Kunst von MigrantInnen« besprochen wurden. Die damit verbundene identitätspolitische Auseinandersetzung wird in der Ausstellung besonders bei jenen KünstlerInnen deutlich, die sich mit Portraits und Selbstportaits beschäftigen (Erika Dellert-Vambe, Evgenia Karadonev, Judith Zillich, u.a.).

»World Mind Maps« von Roland Fischer-Briand, auf Interviews basierende kurze Videobeiträge zur subjektiven Erfahrungswelt, verstehen sich als komplementär zu den Werken der ausstellenden KünstlerInnen, sie nehmen direkten Bezug auf den Ort der AAI-Galerie und weisen über die aktuelle Ausstellung hinaus auf die Notwendigkeit eines solchen Raumes in Wien.

Arbeiten von:
Hawy Abdelrahman, Emil Aram, Erika Dellert-Vambe,
Roland Fischer-Briand, Evgenia Karadonev, Solomon Okopukhre,
Carmen Peña de Klein, Faek Rasul, Tapiwa Vambe, Judith Zillich

7. bis 29. Oktober 1999

Österreich ist ein Einwanderungsland!

 





 
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